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Lageplan LAKD

Wettbewerb Landesmuseumsdepot Schwerin

Unser Beitrag zum Wettbewerb für ein neues Landesmuseumsdepot in Schwerin landete auf Platz 12. Angesichts der hohen Teilnehmerzahl von über 300 ist dieses Ergegnis sehr zufriedenstellend. Der Entwurf wurde für seine Übersichtlichkeit und Kompaktheit gelobt.

Die Lagerzustände von Museumsobjekten in Mecklenburg-Vorpommern sind katastrophal, schon seit langem werden neue komfortable und vorallem sichere Unterbringungsstätten gefordert. Derzeit werden vorwiegend Bunkern und Hallen temporär zur Lagerung genutzt, doch diese sind klimatechnisch nicht zuverlässig und so ist schon das ein oder andere Stück verloren gegangen.

Nun endlich sollte dieser Wettbewerb auf dem Grundstück einer alten Kaserne zwischen Finanzamt und der Landesbibliothek die neuen Lagerflächen gestalten.

Nachtbild LAKD

Die Leitidee

Das neue Depot- und  Werkstattgebäude des Landesamts für Kultur und Denkmalpflege sowie des Staatlichen Museum Schwerin nimmt wie selbstverständlich seinen Platz ein, verbindet See und Stadt, unten und oben, Natur und Kunst, alt und neu, Vergangenheit und Gegenwart und stärkt die vorgefundenen landschaftlichen und städtischen Strukturen.

Der Städtebau

Das Gebäude vermittelt, den Hang in Stufen nachbildend und in den Hang geschoben, zwischen dem Osterdorfer See im Süden und dem 14 m höher gelegenen ehemaligen Kasernengelände im Norden. Die lineare Anordnung des gestuften Neubaus nimmt die Struktur der Nachbargebäudes und der Landschaft auf. Sie wird durch die linear angeordneten Freianlagen unterstützt. Die beiden Obergeschosse des Neubaus bilden als  scheinbar zwei-geschossiges Gebäude den räumlichen Abschluss des ehemaligen Kasernengeländes nach Süden und setzen die Remise in zeitgemäßer Form fort.

Eingänge und Plätze

Den Eingängen vorgelagert sind platzartige Erweiterungen unterschiedlichen Charakters. Vor dem Haupteingang finden sich Exponate aus dem archäologischen Fundus, vor der Remise ein Außencafe. Verbindungsglied, Gelenk- und auch Endpunkt der Wegeverbindung von Norden ist der Skulpturengarten mit Aussichtbastion. Hier kann der Besucher verweilen und den Ausblick auf den See genießen. Sitzgelegenheiten ermöglichen einen angenehmen Aufenthalt. Der Garten ist nach Norden mit Pfeilern begrenzt. Sie geben ihm räumlichen Halt.

Das geplante Konzept eines +Energie-Depots in Modulbauweise,

zeichnet sich durch eine speziell für Kunstdepots entwickelte energetisch, klimatisch und wirtschaftlich optimierte Halbfertigteil-System-Thermowand mit einem U-Wert von < 0,14 als Außenhülle aus, Decken aus Betonfertigteilen und nichttragende Innenwände in Trockenbauweise aus, um so wenig Baufeuchte wie möglich im Herstellungsprozess einzubringen (Frauenhofer-IBP Patentanmeldung). Das reduziert die Bauzeit, macht die Depots in kürzester Zeit nutzbar und fügt sich zusammen mit seiner innovative Haustechnik (siehe „Energie- und Klimakonzept“) in die Umwelt ein. Es verbindet optimal ökologische, ökonomische und soziale Aspekte und ist damit im besten Sinne nachhaltig.