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Keine Grüne Logistik ohne nachhaltige Logistikimmobilie

Der von uns Menschen verursachte Klimawandel führt zu zunehmender Verwüstung, dem Anstieg der Meeresspiegel und immer häufigeren und schwereren Unwetterkatastrophen. Das zerstört nicht nur direkt die Lebensgrundlage vieler Menschen, sondern gefährdet auch indirekt die Weltwirtschaft durch immense Folgekosten.

Deshalb muss jeder sein Handeln so ausrichten, dass die Belastung für die Umwelt möglichst gering ist (heute noch), oder der Gewinn für das Ökosystem Erde möglichst hoch (in Zukunft). Je größer die Auswirkungen unseres Handelns sind, desto größer ist unsere Verantwortung. Die Logistikbranche mit ihrem ständig wachsenden Anteil an der Gesamtwirtschaft, hat mit ihren regionalen, nationalen und internationalen Transporten und den großen Hallen, die sie errichtet und betreibt, immer größere Auswirkungen auf unsere Umwelt. Sie hat einen dicken CO2- Fußabdruck.

Deshalb hat die Logistikbranche eine große Verantwortung, entlang der gesamten supply chain ihre negativen Umweltauswirkungen zu minimieren. Die Veranstaltung Logistik Innovativ mit ihrer klaren Ausrichtung auf innovative und nachhaltige Lösungen leistet einen beachtenswerten Beitrag, dieses Ziel zu erreichen.

Das Gebäudezertifizierungssystem der DGNB (Deutsche Gesellschaft Nachhaltiges Bauen e.V.) gibt hierzu einen sehr guten Leitfaden. Und es ermöglicht seit Oktober 2009, die Nachhaltigkeit einer Logistikimmobilie sichtbar zu machen und zu vermarkten.

Das Zertifizierungsystem der DGNB hat, aufbauend auf dem älteren System BREEAM aus England, ein komplexes Bewertungssystem entwickelt, das insgesamt 6 Säulen umfasst. Es ermöglicht einerseits, viele unterschiedliche Aspekte zu betrachten und dort Bonuspunkte zu sammeln, andererseits können damit besonders auch die Qualität deutscher Planung, Durchführung und Technik berücksichtigt werden.

Diese Gründe sprechen darüber hinaus für nachhaltige Logistikimmobilien:

• Vom Kunden erwünschte Umweltfreundlichkeit seines Logistikers ist ein wesentlicher Treiber für nachhaltige Logistikimmobilien.

• Nachhaltige Logistikimmobilien werden eher von einer ansonsten kritischen bis ablehnenden Öffentlichkeit (Bürger, Gemeinderäte, Stadtplan-ungsämter) akzeptiert.

• Logistiker können sich im Wettbewerb mit überzeugen den Nachhaltigkeitskonzepten besser durchsetzen und ein eigenes Profil entwickeln.

• Nachhaltige Logistikimmobilien bedeuten geringere Nebenkosten für Energie, Unterhalt und Reparaturen (Geringere „2. Miete“).

• Durch die notwendige Balance zwischen den verschiedenen Säulen sind nachhaltige Logistikimmobilien nicht automatisch teurer und „high-tech“ Lösungen bringen nicht notwendig mehr Bonuspunkte als „low-tech“ Lösungen.

• Bei steigenden Energiekosten werden manche Lösungen mit erneuerbaren Energien und neuen Materialien, die sich heute noch nicht rechtzeitig amortisieren, in Zukunft eingebaut werden können.

• Hierbei könnte eine CO2-Steuer, die mittelfristig wahrscheinlich erhoben werden wird, ein zusätzlicher Kostenfaktor sein, der bei Neubauten schon heute in Betracht gezogen werden sollte.

• Blickt man noch weiter in die Zukunft, werden die Logistikimmobilien mit ihren großen Außenflächen Energieproduzenten für sich, ihre Umgebung und ihren eigenen Lieferverkehr werden.